TSV Schwabmuenchen 1863 e.V.
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TSV Schwabmünchen - FC Pipinsried 0:2


Es war alles angerichtet. Mehr als 600 Zuschauer boten eine dem Spitzenspiel angemessene Kulisse. Das Wetter spielte mit und auch das Spielfeld war in einem für den Spätherbst mehr als guten Zustand. Die Vorzeichen für das Bayernliga-Spitzenspiel zwischen dem TSV Schwabmünchen und dem FC Pipinsried machten eine richtig gute Partie möglich.

Und die wurde es auch. Zumindest bis kurz vor der Pause. Dazu später mehr.

Schwabmünchen begann schwungvoll, setzte den Spitzenreiter gewohnt früh unter Druck, sodass der Dorfklub kaum zur Entfaltung kam. Die ersten Minuten des Spiels gingen klar an die Gastgeber, die nach zehn Minuten die erste kleinere Chance verzeichnen konnten, als Farhad Barakzaie nach einem Freistoß den FPC-Keeper per Kopf prüfte.Kurzdarauf folgte auch die erste Chance der Gäste, die aber sichere Beute des starken Brunner-Vertreters Kilian Röder wurde.

Schwabmünchen spielte weiter stark auf und hielt den Spitzenreiter in Schach. „Pipinsried hatte bis zur Führung gerade einmal zwei Chancen, und die waren eher zufällig“ urteilte TSV-Coach Paolo Maiolo.

Nach einer guten halben Stunde hätte Fahad Barakzaie Schwabmünchen eigentlich in Führung bringen müssen. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß tauchte der Offensivmann frei vor dem Pipinsrieder Tor auf, vergab aber relativ kläglich. „Das hätte dem Spiel vielleicht eine andere Richtung gegeben“, meinte Maiolo dazu.

In dieser Phase hatten die Schwabmünchner den Spitzenreiter eigentlich da, wo sie ihn haben wollten. Die Unzufriedenheit der Gäste war spürbar, äußerte sich in vielen ungeahndeten Nicklichkeiten und verbalen Fehltritten. Und hier nahm das Spiel auch so langsam seine unschöne Wende.

Das überforderte Schiedsrichtergespann um Fabian Kilger ließ in dieser Phase zu viel zu und die Emotionen schaukelten sich auf. Gut fünf Minuten vor der Pause sorgte das Gespann für die Vorentscheidung: Bei einem Laufduell mit Tim Uhde an der Torauslinie kam Pipinsrieds Amar Cekic zu Fall und stürzte unglücklich in die Bande. Schiedsrichter Klinger zeigte Abstoß an und unterbrach erst, als klar war, dass sich Cekic beim Aufprall wohl schwerer verletzt hat, und änderte dann, wohl auf Intervention des Linienrichters, seine Entscheidung auf Rot für Uhde und Strafstoß. Ein Urteil, das die Schwabmünchner nicht fassen konnten. „Das ist lächerlich. So hat der Schiedsrichter das Spiel kaputtgemacht“, schimpfte Paolo Maiolo nach der Partie. Sein Gegenüber, Fabian Hürzeler, sah dies anders, wollte eine „üble, extrem unsportliche Aktion“, gesehen haben. Hürzler war allerdings auch der Ansicht, dass sein Team bis dahin besser war. Die Gäste verwandelten den Strafstoß, legten wenig später gar das streng nach Abseits riechende 2:0 nach. Danach geschah nichts mehr. Pipinsried genügte es, das Ergebnis in der zweiten Hälfte zu verwalten.

 

Paolo Maiolo stellte nach dem Spiel drei Dinge fest: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Aber der Schiri hat ein tolles Spiel kaputtgemacht. Zudem hätte ich vom Spitzenreiter taktisch mehr erwartet.“ Manfred Bock ergänzte zur Schlüsselszene: „So bedauerlich die Verletzung ist, das war nichts.“

Bericht von: Christian Kruppe

Türkspor Augsburg - TSV Schwabmünchen 2:3

Noch Minuten nach dem Abpfiff feierten die Schwabmünchen Bayernligakicker am Spielfeldrand. Nach einer hart umkämpften Partie beim Aufsteiger Türkspor Augsburg mit einem guten Ende für Schwabmünchen hat die Maiolo-Elf nun 39 Punkte auf dem Konto. Somit ist das ausgegebene Ziel den Klassenerhalt so schnell wie möglich klar zu machen wohl erreicht. Zumindest sieht das der sportliche Leiter Manfred Bock so: „Das Thema ist durch, das können wir als erledigt abhaken.“

Dass dies bereits nach 20 Spieltag und noch vor der Winterpause der Fall ist, dass hätte in Schwabmünchen wohl niemand erwartet. 39 Punkte und der damit verbundene dritte Platz ist Zeugnis für eine gute Hand bei der Spielerauswahl. „Die Jungs sind nicht nur fußballerisch stark, sonder auch menschlich top,“ lobt Trainer Paolo Maiolo immer wieder. Und wie stark diese Einheit ist, bekam am Samstag Türkspor Augsburg zu spüren. Der Aufsteiger, nach holprige Saisonstart inzwischen in Fahrt gekommen, bot eine starke Leistung gegen eine Schwabmünchner Rumpftruppe.

Denn die Tage vor der Partie waren keine Tage, die die gute Laune eines Trainers fördern. Fatlum Talla war noch nicht ganz fit, Maximilian Hannappel hat sich mit einer Knieverletzung wohl schon in die Winterpause verabschiedet und auch Dominik Krachtus fehlt verletzt. Unter der Woche folgte eine weitere Hiobsbotschaft, denn Torhüter Stefan Brunner brach sich im Training die Hand. Als ob das nicht genügt, brach Abwehrchef Maik Uhde das Warmmachen in Augsburg mit Leistenproblemen ab. „Innerhalb einer Woche war dann plötzlich meine Innenverteidigung weg,“ erzählt Paolo Maiolo in der Pressekonferenz nach dem Spiel in Augsburg kopfschüttelnd. „In der Kabine war es nach dem Ausfall von Maik erst mal sehr still“, so der Trainer weiter.

Doch die Mannschaft zeigte auf dem Platz erneut, dass sie mit solchen Rückschlägen umgehen kann. Die Partie nahm schnell Fahrt auf, vor allem weil Türkspor-Keeper Thomas Reichlmayr nach vier Minuten einen harmlosen Schuss von Fahad Barakzaie mit einer „Slapstick-Einlage“ zur Schwabmünchner Führung passieren lies. Die Führung hielt aber nicht lange, denn nur sechs Minuten später nutzen die Gastgeber eine Verkettung von Stellungsfehlern in der Schwabmünchner Hintermannschaft zum Ausgleich. Das gab dem Aufsteiger Rückenwind und die Augsburger waren leicht im Vorteil. Eine gute Viertelstunde später legte der Aufsteiger nach. Schwabmünchen konnte eine hohe Hereingabe nicht sauber klären und Emra Arik lies mit einer feinen Direktabnahme Michael Deininger im Schwabmünchner Tor keine Chance.

Der Rückstand brachte den Tabellendritten wieder auf den Plan, der nun noch aktiver wurde. Zehn Minuten vor der Pause war es dann so weit. Turgay Karvar profitierte diesmal von einer schlechten Kopfballabwehr, bewies im folgenden Dribbling Ballsicherheit und dann auch die nötige Übersicht bei einem feinen Chipball auf den heranstürmenden Kevin Kümmerle der souverän abschloss.

Nach dem Seitenwechsel agierten beide Teams auf Augenhöhe und lange sah es so aus, als würde es bei einer Punkteteilung bleiben. Doch das war nicht im Sinne der Schwabmünchner. Die hatten, wie es Paolo Maiolo nach dem Spiel ausdrückte, „noch ein paar Körner mehr“. Und den richtigen Tipp vom Trainer. Denn nachdem nahezu alle Schwabmünchner Eckbälle bislang entweder bei Thomas Reichlmayr oder weit hinter dem langen Pfosten landeten, forderte er vehement, eine Ecke auf den kurzen Pfosten. Die brachte Serhat Örnek – und zwar passgenau auf den Kopf von Timo Prechtl. Schon lagen die Schwabmünchner mit 3:2 in Führung.

Was dann folgte, ärgerte vor allem Türkspor Trainer Servet Bozdag. Denn kurz nach der Schwabmünchner Führung sah erst Borna Katanic nach einer Tätlichkeit gegen Tim Uhde die Rote Karte und zehn Minuten später gab es denselben Karton für Augsburgs Kapitän Patrick Wurm, wohl nach einigen unpassenden Worten in Richtung des nicht immer souverän agierenden Schiedsrichters Marcell Geuss.

 

Dass sich die Schwabmünchner fortan schwertaten, in Überzahl die Führung spielerisch zu behaupten ist nichts Neues. Schon in Landsberg hatte der TSV damit seine liebe Mühe. Doch schon wie in Landsberg führte der Weg über Kampf und Einsatz zum Erfolg.

Bei den Schwabmünchner steigt somit die Vorfreude auf das kommende Wochenende deutlich, dann steht das Topspiel gegen Pipinsried an.

Bericht von: Christian Kruppe

TSV Landsberg - TSV Schwabmünchen 1:3

 

Derbys haben so ihre eigenen Gesetze. Und Geschichten. Das Derby zwischen dem TSV Landsberg und dem TSV Schwabmünchen hat sogar derer zwei Geschichten. Jede für eine Hälfte.

Die erste Hälfte handelt vom Schwabmünchner Zauberfußball und der Ungerechtigkeit, die es immer wieder im Fußball gibt. Von Beginn an waren die Schwabmünchner am Drücker, auch weil Landsbergs Defensive bestenfalls die Qualität eines aufgescheuchten Hühnerhaufens aufs Feld brachte. Die Maiolo-Elf durfte schalten und walten wie sie wollte. Schnell gab es die ersten Chancen für Schwabmünchen und nach einer Viertelstunde den ersten Torjubel. Schnell von hinten raus, zum Teil im Direktpassspiel, kam der Ball über Lucas Kusterer, Turgay Karvar und Max Hannappel zu Stefan Meisel, der eiskalt verwandelte. Nur wenig später schickte Landsbergs Trainer Sven Kresin seine komplette Bank zum Aufwärmen, doch die Botschaft kam da noch nicht auf dem Feld an. Schwabmünchen hatte Chance um Chance. Nach etwas mehr als 20 Minuten stecke Karvar auf Serhat Örnek durch und verwandelte trocken zum 2:0 für Schwabmünchen. Ein schöner Fußballnachmittag für die Schwarz-Weißen deutete sich an. Kurz vor der Pause durfte dann Schwabmünchens Keeper Stefan Brunner erleben, wie ungerecht Fußball sein kann. Brunner, Sportsmann durch und durch, gestand ein, dass er als letztes am Ball war und so gab es Ecke statt dem angezeigtem Abstoß. Genau diese Ecke unterlief Schwabmünchens Keeper und Landsbergs Bonfert nickte zum Anschlusstreffer ein. „Das war der erste Fehler, den Stefan gemacht hat, seit er hier ist, das ist nicht so schlimm“, spiegelte Trainer Paolo Maiolo die allgemeine Stimmungslage nach dem unglücklichen Aktion wieder. Wobei Brunner auch in der zweiten Hälfte mehrfach zeigen durfte, was er kann. Der Landsberger Treffer war ärgerlich, aber ob der Schwabmünchner Dominanz schien er kein Problem dazustellen. Zumal Schwabmünchen zu diesem Zeitpunkt schon höher hätte führen können, gar müssen. Nachdem Landsberg nach einer Gelb-Roten Karte noch vor der Pause nur noch zu zehnt war, schien das alles kein Problem.

Doch die zweite Hälfte schrieb eine andere Geschichte. Schwabmünchen wirkte wie ausgewechselt. Es schien, als haben die Teams in der Pause die Trikots getauscht. Landsberg machte in Unterzahl Druck und Schwabmünchen schien das Spielen verlernt zu haben. „Wir können scheinbar nicht Überzahl“, so Paolo Maiolo, „die Mannschaft muss mir erklären, was da los war“, fordert er. Landsberg schnürte Schwabmünchen phasenweise ein, scheiterte nur an Stefan Brunner und dem noch vorhandenen Willen der Schwabmünchner, gewinnen zu wollen. Die sich bietenden Konterchancen vergaben die Schwabmünchner fahrlässig bis auf die Allerletzte, die mit dem Schlusspfiff zum 3:1 führte.

Am Ende steht ein verdienter Schwabmünchner Sieg, der dem Trainer wohl ein paar graue Haare mehr beschert hat. „Erst Barcelona, dann Braunschweig. Das ist nicht zu glauben“, schüttelt er nur den Kopf.

 

 

Bericht von: Christian Kruppe

TSV Schwabmünchen - TSV 1880 Wasserburg 4:1

Einen klaren Sieg schaffte der drittplatzierte TSV Schwabmünchen am Sonntagnachmittag gegen den zweitplatzierten TSV Wasserburg. Mit 4:1 konnten die Menkinger nach einer hervorragenden Leistung einen verdienten Sieg einfahren.

Das Spiel startete bereits fulminant, als Turgay Karvar in der dritten Minute den Ball nicht richtig traf und somit das 1:0 nur knapp verfehlte. Insgesamt war die erste Hälfte von einem sehr hohen Tempo geprägt, dominiert haben sie aber die Schwabmünchner. In der zwölften Minute kam es zur verdienten Führung, als Fatlum Talla mit einem wunderschönen Distanzschuss das obere Eck traf. Die Freude währte nicht lange, denn nachdem Keeper Stefan Brunner zunächst einen Freistoß klären konnte, saß der Nachschuss von Christoph Scheitzeneder.

Schwabmünchen macht munter weiter

Davon ließen sie die Schwabmünchner jedoch nicht beirren und machten mit ihrem Spiel munter weiter. Nach einem schönen Spielzug über Thomas Rudolph, der zu Rainer D’Almeida durchsteckte, konnte dieser den Keeper umlaufen und musste den Ball nur noch einschieben. Nur wenige Minuten später war es erneut Rainer D’Almeida, der sich durch die Abwehr kämpfte und das Leder erneut in die Maschen schob.

In der 52. Minute gab es dann eine riesen Chance durch Serhat Örnek, der im Alleingang auf das leere Tor zulief, jedoch nicht abschloss, sodass ein heran eilender Gegenspieler noch klären konnte. In der 62. Minute machte es Serhat Örnek aber besser, als er nach einem tollen Spielzug über Thomas Rudolph und Rainer D’Almeida zum 4:1-Endstand traf. Einen Wermutstropfen gab es in der 68. Minute, als Thomas Rudolph nach einem Foul mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste.

„Es ist ein total verdienter Sieg für uns. Alle Tore von uns waren gut herausgespielt. Meine Mannschaft hat heute eine sensationelle Leistung an den Tag gelegt. Ich habe vor dem Spiel nicht mit einem so hohen Sieg gerechnet, aber wir haben Wasserburg heute definitiv trocken gelegt“, so der zufriedene Schwabmünchen Coach Paolo Maiolo.

Thiele: Das beste Spiel

„Es war bisher das beste Spiel, was ich gesehen hab. Alle haben super gekämpft und bis zur letzten Minute alles gegeben. Die Abwehr hat heute klasse gespielt und auch gewisse Einzelspieler waren einfach top heute. Alles in allem hat heute alles geklappt“, so der glückliche Abteilungsleiter Germar Thiele nach dem Spiel.

Bericht von: Vanessa Bäumel