TSV Schwabmuenchen 1863 e.V.
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FC Unterföhring - TSV Schwabmünchen 1:0

Es hat nicht sollen sein – oder wie es Schwabmünchens sportlicher Leiter Manfred Bock ausdrückt: „Der Fußballgott ist gerade auf anderen Plätzen unterwegs.“ Dies ist eine der Lehren, die die Schwabmünchner aus der 0:1-Niederlage am Mittwochabend beim FC Unterföhring ziehen. Schwabmünchen war erneut die bessere und aktivere Mannschaft. „Unterföhring hat sich mit zehn Mann hinten reingestellt und auf uns gewartet“, so Bock. „Damit war das Spiel ähnlich hässlich wie das Wetter“, ergänzt er. Den Willen zum Sieg kann man der jungen Mannschaft erneut nicht absprechen. Das ersatzgeschwächte Team mühte sich, war überlegen. Doch gerade im Abschluss klappt es nicht. Als bestes Beispiel dient dafür Serhat Örnek. „Vor sechs Wochen hat er gegen Schwaben Augsburg allein vor dem Tor mit einem schönen Heber das Spiel entschieden. In Unterföhring läuft er wieder auf den Torhüter zu und schiebt das Ding am Tor vorbei. Gerade vor dem Tor treffen die Jungs die falschen Entscheidungen“, so Bock. Dabei macht er der Mannschaft keine Vorwürfe. „Die mühen sich, die wollen. Das ist jetzt eine reine Kopfsache – und vielleicht auch ein wenig mit Spielglück verbunden.“ Trotzdem kündigt er erste Konsequenzen an. „Wir werden künftig kein Spiel mehr für ein Team im Münchner Raum verlegen. Das war einfach das reinste Chaos. Immer wieder Staus bei der Anfahrt, so bleibt kaum Zeit zum Warmmachen. Dazu kommt, dass uns dann immer wieder Spieler aus beruflichen Gründen fehlen. Das tun wir uns nicht mehr an“, legt der sportliche Leiter fest. Durchaus verständlich, was auch ein Blick auf die Aufstellung zeigt. Mit Thomas Rudolph und Christoph Mittermaier fehlten zwei wichtige Kräfte, Maik Uhde saß ausgepowert auf der Bank, da er gerade Sportprüfungen hat. Auch Trainer Paolo Maiolo hat sein Team besser gesehen. „Eigentlich war es ein Spiel auf ein Tor. Wir haben nur einen Fehler gemacht, der hat zum Unterföhringer Treffer geführt“, so Maiolo. Weniger gut zu sprechen war er auf den Auftritt des Gegners. Die Schwabmünchner versuchten, trotz schwieriger Bedingungen – Platz und Wetter machten das Spiel schwer – mit fußballerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Die Gastgeber hingegen waren nur darauf aus, das Schwabmünchner Spiel mit allen Mitteln, auch jenseits des Erlaubten, zu unterbinden. „Unterföhring hat unser Spiel und unsere Spieler zerstört. Mit denen kann man nicht Fußball spielen“, schimpft Maiolo. Schwabmünchens Trainer hat nun Zeit bis Sonntag, die Köpfe seiner Jungs freizubekommen. Denn dann geht es ab 14 Uhr auf eigenem Platz gegen den TSV Dachau. Das Hinspiel ging deutlich mit 5:0 an die Schwabmünchner, doch inzwischen haben sich die Vorzeichen geändert.

FC Unterföhring: Daniel Shorunkeh-Sawyerr, Luka Coporda, Ajlan Arifovic, Tomislav Bakovic (88. Florian Wiedl), Pascal Putta, Florian Bittner, David Küttner, Michael Marinkovic (46. Nasrullah Mirza), Maximilian Lüftl, Alpay Özgül (61. Patrick Ochsendorf), Malcom Olwa-Luta

TSV Schwabmünchen: Michael Deininger, Lucas Kusterer (76. Maik Uhde), Elias Herzig, Fatlum Talla, Timo Prechtl, Serhat Örnek (58. Jeton Abazi), Fabio Maiolo, Gabriel Merane, Christos Tsakirakis (83. Rainer d’Almeida), Turgay Karvar, Phillip Schmid

Tore: 1:0 David Küttner (18.)

Rot: Ajlan Arifovic (81./FC Unterföhring/grobes Foulspiel)

Schiedsrichter: Markus Huber (Wurmannsquick)

 

Bericht von: Christian Kruppe

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