TSV Schwabmuenchen 1863 e.V.
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TSV Schwabmünchen - SSV Jahn Regensburg II 0:3

Schwabmünchen hadert mit der Chancenverwertung und dem Schiedsrichter. Gegen Regensburg stimmt die Einstellung, aber nicht die Ausbeute.

Schwabmünchens Trainer Paolo Maiolo war bedient. Nur wenige Minuten nach der bitteren 0:3-Heimniederlage der Schwabmünchner im Bayernligaduell gegen die zweite Mannschaft des SSV Regensburg wollte er sich erst einmal nicht zum Spiel äußern. Kein Wunder, denn das 0:3 spiegelt nicht die Leistung der Schwabmünchner wider, obwohl es schon auf das derzeit größte Problem des hinweist. Schwabmünchen begann engagiert und lauffreudig. Mit aufwendigem Pressing ließen die Hausherren die Gäste nur kaum zum Zug kommen. So entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, dem aber eines fehlte: Torchancen. Denn beide Defensivreihen standen gut, profitierten aber auch von der Einfallslosigkeit der jeweiligen Offensive. Schwabmünchen konnte nur dann einen Hauch von Gefahr aussenden, wenn es über die Außenpositionen ging, aber spätestens bei den meist eher harmlosen Hereingaben war die Gefahr vorüber. Ähnlich verhielt es sich bei den Gästen – bis kurz vor der Pause. Ein schneller Regensburger Seitenwechsel auf die nahezu blank liegenden Schwabmünchner rechte Seite verschaffte den Raum, den die Oberpfälzer clever zum 0:1 nutzten. Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie erst einmal wie zuvor. Schwabmünchen drückte, die Gäste verlegten sich mehr auf das Konterspiel. In der 58. Minute wurde es dann bitter für die Schwabmünchner. Ein Regensburger zog vor dem Strafraum volley ab und traf den heute starken Elias Herzig an den angelegten Arm. Zum Entsetzen der Schwabmünchner entschied der schwache Schiedsrichter Knauer auf Handelfmeter – das obwohl Herzig einen guten halben Meter vor dem Strafraum stand. Zudem krönte Kanauer diese Entscheidung noch mit Gelb für Herzig. Die Gäste nahmen das Geschenk dankend an. Nur zehn Minuten später, Schwabmünchen stürmte inzwischen mit allen Mann, stoppte ein Regensburger einen Torschuss von Maik Uhde mit der Hand. Nach einigem Zögern entschied Schiri Kanuer auf Strafstoß, eine Karte gab es nicht. Maik Uhde trat an – und vergab. Das ist gerade das große Schwabmünchner Problem. Selbst vom Punkt bekommen die Maiolo-Schützlinge den Ball nicht ins Tor. In den vergangenen drei Partien gelang gerade einmal ein Treffer. Das wurmt auch den Trainer, der dann doch noch sein Schweigen brach. „Die Niederlage hat drei Ursachen. Wir treffen das Tor nicht, und die anderen beiden trugen ein gelbes Trikot. Einer davon war der Torhüter der Regensburger“, stellt Maiolo fest.

 

Bericht von: Christian Kruppe

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