TSV Schwabmuenchen 1863 e.V.
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TSV Schwaben Augsburg - TSV Schwabmünchen 1:3


Der TSV Schwabmünchen mischt weiter an der Spitze der Bayernliga mit. Nach einem durchaus glücklichem 3:1-Sieg im Derby bei Schwaben Augsburg bleiben die Schwarz-Weißen auf dem dritten Rang.

„Wir fahren entspannt nach Augsburg“, hatte Trainer Paolo Maiolo im Vorfeld der Partie angekündigt. Das haben seine Jungs dann wohl aber zu ernst genommen. Die Augsburger bestimmten von Beginn an die Partie und profitierten vor allem von ungewohnten Schwächen in der Schwabmünchner Defensive. Die Abwehrreihe präsentierte sich löchrig und so stand von Beginn an Torhüter Stefan Brunner im Blickpunkt. Dieser war der herausragendem Mann an diesem Tag. Einzig in der siebten Minute war er ohne Chance, als ein verunglücktes Zuspiel in der Verteidigung den Weg für Augsburgs Maximilian Löw freimachte, der trocken zur Führung der Schwaben einnetzte.

Schwaben am Drücker

Auch danach waren die Gastgeber am Drücker. In dieser Phase war es einzig Stefan Brunner zu verdanken, dass die Augsburger nicht weiter davonzogen. „Über die erste Hälfte muss ich mit der Mannschaft nochmal sprechen“, kündigt Paolo Maiolo an, dem die da gezeigte Leistung missfiel. Nach dieser halben Stunde fanden die Schwabmünchner etwas besser in die Partie und zeigten den Hausherren, wie man seine Chancen verwertet. Maik Uhde, der vorwiegend im Mittelfeld agierte, platzierte einen trockenen Distanzschuss ins Augsburger Tor. Mit dem etwas schmeichelhaften 1:1 ging es in die Kabine. „Wir hätten zur Pause auch 0:3 hinten liegen können“, stellt Paolo Maiolo fest.

Nach dem Seitenwechsel waren die Schwaben weiter am Drücker. Doch entweder stand Stefan Brunner einem Augsburger Tor im Weg, oder der Pfosten, den alleine Maximilian Löw zweimal anvisierte. Für den „moralischen Genickbruch“ der Augsburger sorgte dann Thomas Rudolph. Nachdem Schwaben schon zuvor mehrfach in Strafraumnähe für Freistöße gesorgt hat, aber Serhat Örnek und Turgay Karvar scheiterten, schnappte sich beim dritten Freistoß der spielende Co-Trainer den Ball. Was folgte, war absolut sehenswert: Rudolph hob den Ball gefühlvoll über die Mauer und platzierte das Spielgerät unhaltbar für Schwaben-Keeper Fabio Zeche ins linke obere Toreck. Augsburg wirkte geschockt, und Schwabmünchen bekam so mehr Spielanteile. Elf Minuten vor dem Ende sorgte Timo Prechtl für das endgültige Augsburger k.o. Eine weit gezogene Ecke legte Stürmer Stefan Meisel per Kopf mustergültig ins Zentrum, wo Schwabmünchens Verteidiger relativ frei den Ball einnicken konnte.

Die Augsburger warfen alles nach vorne und hatten dabei nochmals eine dicke Chance zu verkürzen, als Löw aus kurzer Distanz zum Kopfball kam, aber Stefan Brunner mit einer unglaublichen Parade den Anschlusstreffer verhinderte.

Maiolo: Hatten die besseren Einzelspieler

Am Ende bejubelten die Schwabmünchner einen glücklichen Sieg. Im Derby hatten die Schwarz-Weißen das Spielglück, welches ihnen in den Partien in Pipinsried und bei 1860 München fehlte. Für die Gastgeber war das Ergebnis bitter, was auch Trainer Markus Deibler so sah. „Wir stehen da wie die begossenen Pudel, wissen eigentlich gar nicht, warum wir verloren haben. Unter dem Strich sind wir selber schuld, da wir die Tore nicht gemacht haben“, so Deibler. Zufriedener war natürlich Paolo Maiolo: „Am Ende waren zwei Faktoren ausschlaggebend. Wir hatten das Glück und vor allem die besseren Einzelspieler.“ Damit spielt Schwabmünchens Trainer vor allem auf die Leistungen von Stefan Brunner, Maik Uhde und Thomas Rudolph an, die mit ihrer Klasse den Unterschied machten.

TSV Schwabmünchen Brunner, Prechtl, Kusterer, Uhde, Aracic (54. Meisel), Karvar (82. d’Almeida), Hannappel, Örnek, Rudolph, Barakzaie (86. Villani), Kümmerle

TSV Schwaben Augsburg Zeche, Abdulai, Friedrich, Schöttgen, Wallner (79. Löffler), Gail, Merane, Glade, Seitz (64. Simonovic), Fackler-Stamm (64. Geldhauser), Löw

Schiedsrichter Götz (Ettmannsdorf)

Zuschauer 350

Tore 1:0 Löw (7.), 1:1 Uhde (36.), 1:2 Rudolph (56.), 1:3 Prechtl (79.)

Bericht von: Christian Kruppe

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