TSV Schwabmuenchen 1863 e.V.
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Türkspor Augsburg - TSV Schwabmünchen 2:3

Noch Minuten nach dem Abpfiff feierten die Schwabmünchen Bayernligakicker am Spielfeldrand. Nach einer hart umkämpften Partie beim Aufsteiger Türkspor Augsburg mit einem guten Ende für Schwabmünchen hat die Maiolo-Elf nun 39 Punkte auf dem Konto. Somit ist das ausgegebene Ziel den Klassenerhalt so schnell wie möglich klar zu machen wohl erreicht. Zumindest sieht das der sportliche Leiter Manfred Bock so: „Das Thema ist durch, das können wir als erledigt abhaken.“

Dass dies bereits nach 20 Spieltag und noch vor der Winterpause der Fall ist, dass hätte in Schwabmünchen wohl niemand erwartet. 39 Punkte und der damit verbundene dritte Platz ist Zeugnis für eine gute Hand bei der Spielerauswahl. „Die Jungs sind nicht nur fußballerisch stark, sonder auch menschlich top,“ lobt Trainer Paolo Maiolo immer wieder. Und wie stark diese Einheit ist, bekam am Samstag Türkspor Augsburg zu spüren. Der Aufsteiger, nach holprige Saisonstart inzwischen in Fahrt gekommen, bot eine starke Leistung gegen eine Schwabmünchner Rumpftruppe.

Denn die Tage vor der Partie waren keine Tage, die die gute Laune eines Trainers fördern. Fatlum Talla war noch nicht ganz fit, Maximilian Hannappel hat sich mit einer Knieverletzung wohl schon in die Winterpause verabschiedet und auch Dominik Krachtus fehlt verletzt. Unter der Woche folgte eine weitere Hiobsbotschaft, denn Torhüter Stefan Brunner brach sich im Training die Hand. Als ob das nicht genügt, brach Abwehrchef Maik Uhde das Warmmachen in Augsburg mit Leistenproblemen ab. „Innerhalb einer Woche war dann plötzlich meine Innenverteidigung weg,“ erzählt Paolo Maiolo in der Pressekonferenz nach dem Spiel in Augsburg kopfschüttelnd. „In der Kabine war es nach dem Ausfall von Maik erst mal sehr still“, so der Trainer weiter.

Doch die Mannschaft zeigte auf dem Platz erneut, dass sie mit solchen Rückschlägen umgehen kann. Die Partie nahm schnell Fahrt auf, vor allem weil Türkspor-Keeper Thomas Reichlmayr nach vier Minuten einen harmlosen Schuss von Fahad Barakzaie mit einer „Slapstick-Einlage“ zur Schwabmünchner Führung passieren lies. Die Führung hielt aber nicht lange, denn nur sechs Minuten später nutzen die Gastgeber eine Verkettung von Stellungsfehlern in der Schwabmünchner Hintermannschaft zum Ausgleich. Das gab dem Aufsteiger Rückenwind und die Augsburger waren leicht im Vorteil. Eine gute Viertelstunde später legte der Aufsteiger nach. Schwabmünchen konnte eine hohe Hereingabe nicht sauber klären und Emra Arik lies mit einer feinen Direktabnahme Michael Deininger im Schwabmünchner Tor keine Chance.

Der Rückstand brachte den Tabellendritten wieder auf den Plan, der nun noch aktiver wurde. Zehn Minuten vor der Pause war es dann so weit. Turgay Karvar profitierte diesmal von einer schlechten Kopfballabwehr, bewies im folgenden Dribbling Ballsicherheit und dann auch die nötige Übersicht bei einem feinen Chipball auf den heranstürmenden Kevin Kümmerle der souverän abschloss.

Nach dem Seitenwechsel agierten beide Teams auf Augenhöhe und lange sah es so aus, als würde es bei einer Punkteteilung bleiben. Doch das war nicht im Sinne der Schwabmünchner. Die hatten, wie es Paolo Maiolo nach dem Spiel ausdrückte, „noch ein paar Körner mehr“. Und den richtigen Tipp vom Trainer. Denn nachdem nahezu alle Schwabmünchner Eckbälle bislang entweder bei Thomas Reichlmayr oder weit hinter dem langen Pfosten landeten, forderte er vehement, eine Ecke auf den kurzen Pfosten. Die brachte Serhat Örnek – und zwar passgenau auf den Kopf von Timo Prechtl. Schon lagen die Schwabmünchner mit 3:2 in Führung.

Was dann folgte, ärgerte vor allem Türkspor Trainer Servet Bozdag. Denn kurz nach der Schwabmünchner Führung sah erst Borna Katanic nach einer Tätlichkeit gegen Tim Uhde die Rote Karte und zehn Minuten später gab es denselben Karton für Augsburgs Kapitän Patrick Wurm, wohl nach einigen unpassenden Worten in Richtung des nicht immer souverän agierenden Schiedsrichters Marcell Geuss.

 

Dass sich die Schwabmünchner fortan schwertaten, in Überzahl die Führung spielerisch zu behaupten ist nichts Neues. Schon in Landsberg hatte der TSV damit seine liebe Mühe. Doch schon wie in Landsberg führte der Weg über Kampf und Einsatz zum Erfolg.

Bei den Schwabmünchner steigt somit die Vorfreude auf das kommende Wochenende deutlich, dann steht das Topspiel gegen Pipinsried an.

Bericht von: Christian Kruppe