TSV Schwabmuenchen 1863 e.V.
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TSV Schwabmünchen - TSV Landsberg 2:2

Zum Bayernliga-Auftakt sehen 854 Zuschauer ein leistungsgerechtes Unentschieden. Warum am Ende keine der beiden Mannschaften den Sieg verdient hat.

Die größte Angst hatten die Schwabmünchner am Freitagabend nicht vor dem Gegner, sondern vor dem Wetter – auch wenn sie dem Aufsteiger Landsberg ebenfalls viel Respekt entgegenbrachten. Am Ende waren die Befürchtungen um das Wetter nicht notwendig, dafür haben die Lechstädter gezeigt, dass der entgegengebrachte Respekt berechtigt war. Bei nahezu perfektem Fußballwetter kamen 854 Zuschauer zum offiziellen Bayernligaauftaktspiel. Vor dem Anpfiff gab es eine Runde zünftige Blasmusik samt Bayernhymne vor dem Anpfiff durch die Schwabmünchner Stadtmusikkapelle. Zudem waren alle 18 Teams der Liga vertreten und wurden vorgestellt. Nach dem erfrischend kurzweiligen Vorspiel ging es dann um Punkt halb sieben endlich wieder um Bayernligapunkte. Es schien, als wäre keines der beiden Teams von der hohen Zuschauerzahl sonderlich beeindruckt, denn ein großes Abtasten fand nicht statt. Die ersten Minuten gingen dabei klar an die Gäste, die sich jedoch gleich zweimal bei vielversprechenden Angriffen ins Abseits stellten. Vor allem Kevin Gutia musste wohl nach dem Spiel seinem Team erklären, weshalb er nach sechs Minuten frei vor dem Tor einen Querpass auf den im Abseits stehenden Janick Reitz spielte, statt selbst abzuschließen. Die Strafe für diese Fahrlässigkeit folgte mehr oder weniger postwendend. Im Zusammenspiel mit Turgay Karvar brachte der spielende Co-Trainer der Schwabmünchner, Thomas Rudolph sein Team in Führung. Der Treffer gab den Hausherren Sicherheit und nach und nach verdiente sich die Maiolo-Elf auch die Führung – vergaß aber bei steigendem Übergewicht, nachzulegen. Die beste Chance vergab Turgay Karvar nach einer guten halben Stunde, als er aus sechs Metern freistehend den Ball über das Tor jagte. Und auch hier sollte die Strafe prompt folgen. Die bis dahin sichere Schwabmünchner Defensive sah zum ersten Mal nicht gut aus und die Gäste brachten über rechts einen Ball hoch in den Strafraum, wo der alleingelassene Martin Hennebach keine Mühe hatte, zum Ausgleich einzuköpfen. Der Treffer setzte bei den Gästen neue Kräfte frei, plötzlich war nur noch Landsberg am Drücker. Schwabmünchens Torhüter Stefan Brunner rückte immer mehr in den Mittelpunkt und hielt sein Team im Spiel. Die Gäste brachten den Schwung auch mit aus der Pause und bestimmten das Spiel nach Wiederanpfiff. Erneut war es Stefan Brunner, der mit einigen Paraden das Unentschieden festhielt. Doch in der 53. Minute war auch er machtlos. Nach einem Freistoß hatte Landsbergs Janick Reitz auf der rechten Seite viel Platz und somit auch genug Zeit, um den Ball überlegt zur Gästeführung im Tor unterzubringen. Danach verflachte die Partie ein wenig, Landsberg fand keine Mittel, das Momentum weiter zu nutzen und die Führung auszubauen. Aber auch Schwabmünchen hatte lange Probleme, weiter Akzente im Spiel nach vorn zu setzen. Mit der Hereinnahme des jungen Ajet Abazi für den glücklosen Stefan Meisel und dem zeitgleich immer offensiver agierenden Maik Uhde bekamen die Schwabmünchner in Richtung Schlussviertelstunde immer mehr Spielanteile. Nachdem Nikola Aracic die Position von Uhde im Abwehrzentrum übernahm und dieser komplett nach vorne rückte, spielte nur noch eine Mannschaft – Schwabmünchen. Die Chancen mehrten sich, auch weil die Hausherren frischer wirkten und die Gäste oft einen Schritt zu langsam waren. Nachdem Thomas Rudolph und Turgay Karvar mit Freistößen knapp am Erfolg vorbei zielten, war es erneut ein Foulspiel, das den Ausgleich einläutete. Maik Uhde ging einem Ball nach, ein Landsberger kam einen Tick zu spät und trat Uhde auf den Schuh – das Ganze passierte im Strafraum, folglich gab es einen Strafstoß. Die Landsberger Bank protestierte heftig, doch Trainer Hermann Rietzler stellte nach der Partie klar, „dass die Entscheidung laut meiner Spieler in Ordnung geht.“ Schwabmünchens Abwehrchef Maik Uhde warf die Fußball-Weisheit, dass der Gefoulte nicht selbst schießen soll, über Bord, ließ sich auch nicht von dem mächtigen Loch im Rasen vor dem Elferpunkt irritieren und verwandelte sicher zum mittlerweile hochverdientem Ausgleich. Mit dem 2:2 bekamen die Gastgeber nochmals Rückenwind, aber ein weiterer Treffer für die Hausherren wäre zu viel des Guten gewesen. So sah es auch Trainer Paolo Maiolo: „Beide Teams haben es verpasst, ihre Führung auszubauen, daher ist das Ergebnis in Ordnung.“

 

Von Christian Kruppe

TSV Schwabmünchen - TSV Kottern 2:1


Das Ziel ist erreicht. Einen Spieltag vor Saisonende haben die Bayernligafußballer des TSV Schwabmünchen den Klassenerhalt gesichert. Angesichts des fulminanten Saisonstarts eigentlich reichlich spät.

Die Partie gegen Kottern bot den wenigen Zuschauern – ganze 62 fanden sich ein – einen 90-minütigen Saisonrückblick.

Schwabmünchen begann schwungvoll, bereits mit der ersten Aktion ging Turgay Karvar alleine aufs Tor zu und – traf nicht. Nur wenig später vergab Tim Uhde die nächste Schwabmünchner Chance. „Zur Pause hätten wir schon 3:0 führen müssen“, urteilte Schwabmünchens Trainer Paolo Maiolo. Doch statt dessen stand es nach 45 Minuten 1:1. Denn die erste halbe Stunde gehörte klar den Gastgebern, die es nur erneut versäumten, die Tore zu machen. So kam es, wie angekündigt. Die laut Maiolo „beste Kontermannschaft der Liga“ zeigte ihre Fähigkeit. Über den rechten Flügel trieben die Allgäuer den Ball schnell nach vorne, die Schwabmünchner Defensive war noch unsortiert und Kotterns Torjäger Achim Speiser drückte den Ball zur Gästeführung über die Linie.

Die Schwabmünchner zeigten im weiteren Verlauf ihre größte Tugend: die Moral. Angetrieben von Fabio Maiolo und den Uhde-Brüdern hielt Schwabmünchen den Druck auf das Kotterner Tor hoch.

Kurz vor der Pause dann die Erlösung. Erst rutschen Maik und Tim Uhde am Ball und somit am Ausgleich vorbei. Doch nur wenige Augenblicke später fand das Spielgerät über Fabio Maiolo und Jeton Abazi den Weg zu Thomas Rudolph, der aus zwölf Metern ausglich.

Nach dem Seitenwechsel bot das Spiel weitgehend Einbahnstraßenfußball, doch Schwabmünchen ließ wieder Chance um Chance liegen. So dauerte es bis in die Schlussviertelstunde, ehe Turgay Karvar im Strafraum von hinten umgestoßen wurde und Rudolph den fälligen Elfer sicher versenkte.

Nachdem Kotterns Julian Feneberg danach innerhalb von drei Minuten zweimal gelbwürdig „hinlangte“ schien es, als könnten die Schwabmünchner in Überzahl das Ergebnis sicher nach Hause bringen. Doch Kottern wollte die Niederlage nicht hinnehmen und versuchte in Unterzahl das Spiel nochmals zu drehen.

Am Ende blieb es aber beim durchaus verdienten Schwabmünchner Sieg und dem endgültigen Klassenerhalt. Nun kann der TSV die schon weit fortgeschrittene Planung für achte Bayernligasaison weiter fortführen.

 

TSV Schwabmünchen: Thiel, Kusterer, Talla, M. Uhde, Mittermaier, Herzig, Abazi (61. Örnek), Maiolo, Karvar (88. Gröb), T. Uhde, Rudolph.

TSV Kottern: Heiland, Kaya, Miller, Jocham (46. Franke), Moll (67. Liebherr), Redle, Feneberg, Mihajlovic, Akan, Speiser, Barbera.

Schiedsrichter: Wittmann (Wendelskirchen)

Zuschauer: 62

Tore: 0:1 Speiser (31.), 1:1 Rudolph (45.), 2:1 Rudolph (77. Foulelfmeter).

Gelb-Rot: Feneberg (86./TSV Kottern)

 

Bericht von: Christian Kruppe

SV Pullach - TSV Schwabmünchen 1:0

Den Fluch gegen den SV Pullach konnte der TSV Schwabmünchen nicht beheben. Mit einem knappen 1:0 behaupteten sich die Münchner. Das 1:0 fiel jedoch aufgrund einer strittigen Entscheidung. Die erste Halbzeit war geprägt von einem hohen Tempo beider Seiten. Es gab einige Chancen von beiden Mannschaften, so haben für den TSV Schwabmünchen Thomas Rudolph und Jeton Abazi nur knapp den Führungstreffer vergeben. Marco Zander vom SV Pullach scheiterte im 1:1-Duell am Schwabmünchner Torwart Felix Thiel, der sein Team des Öfteren durch seine Paraden im Spiel hielt. Kurz vor der Pause gab es dann eine äußert kritsche Entscheidung des eingeteilten Schiedsrichters. Bei einem Angriff der Pullacher kam ein Münchnerspieler zum Fall, obwohl kein Schwabmünchner ersichtlich daran beteiligt war. Der unparteiische entschied völlig unerwartet auf Elfmeter. Sowohl Manfred Bock, als auch Coach Paolo Maiolo waren sich einig, dass dies „definitiv kein Elfmeter“ war. Der SV nutze seine Chance durch Lukas Dotzler, der den Elfmeter – wenn auch nur sehr knapp, denn der gut parierende Schwabmünchner Keeper war noch dran – verwandelte. In der zweiten Hälfte waren die Schwabmünchner immer wieder ganz knapp am Ausgleich dran, jedoch stand ihnen die mangelnde Chancenverwertung, die bereits in den letzten Spielen auffiel, im Weg. Sowohl Maik Uhde, als auch Thomas Rudolph und Fatlum Talla scheiterten am Keeper des SV Pullachs. Es war wie verhext, es wollte einfach nichts rein bei den Schwabmünchnern. Die wohl größte Chance hatte wohl erneut Maik Uhde, dessen Schuss nach Vorlage von Fatlum Talla auf der Linie geklärt wurde. Der Nachschuss ging dann nur ganz knapp drüber. Das Team von Paolo Maiolo war in der zweiten Hälfte die bessere Mannschaft, doch zu einem Sieg hat es dann nicht mehr gereicht.

„Die Null steht weiterhin vorne, wir bringen einfach nichts rein. Es wäre zu jeder Sekunde des Spiels noch was gegangen“, so Manfred Bock. Es wurde am Ende dann nochmals richtig hitzig, denn Fatlum Talla wurde von Lukas Dotzler von hinten zum Fall gebracht, woraufhin es zur Rudelbildung kam. Dotzler sah für sein Foul völlig berechtigt die rote Karte. In der vierten Minute der Nachspielzeit gab es dann erneut eine komplett unverständliche Entscheidung des Scheidsrichters, als Timo Prechtl einen Pullacher Offensivmann zu Fall brachte, jedoch dabei noch eine Ballberührung zu stande kam, außerdem kam Prechtl von der Seite auf seinen Gegenspieler zu. Der Unparteiische entschied dann erneut die rote Karte zuzücken. „Unsere Chancenverwertung stand uns mal wieder im Weg. Der Elfmeter war sehr umstritten und die rote Karte gegen Timo Prechtl war meiner Meinung nach eine reine Konzessionsentscheidung. Alles in allem war dies keine bayernligawürdige Schiedsrichterleistung“, kritisierte TSV-Trainer Paolo Maiolo nach dem Spiel. Auch Manfred Bock sah keinen ersichtilichen Grund zu der roten Karte gegen Prechtl, diese war laut ihm „komplett unberechtigt“.

SV PULLACH: Krasnic (Tor), Brändle (ab 84. Gaigl); Heinzlmeier; Dotzler; Benede; Braun (ab 64. Tamoicic); Jobst; Bauer; Koudossou; Hutterer; Zander

TSV SCHWABMÜNCHEN: Thiel; Kusterer; Maiolo; Abazi (ab 67. Mittermaier); Uhde; Örnek; Prechtl; Talla; Herzig; Uhde; Rudolph

TORE: 1:0 Dotzler (42. Foulelfmeter)

SCHIEDSRICHTER: Dr. Markus Huber

ZUSCHAUER: 80

BESONDERE EREIGNISSE: Foulelfmeter für Pullach (42.); rote Karte für Dotzler (Pullach/ 90.), rote Karte für Prechtl (Schwabmünchen/90+4)

 

Bericht von: Vanessa Bäumel

SV Türkgücü Ataspor München - TSV Schwabmünchen 1:0

Trotz einer couragierten Leistung mussten sich die Fußballer des TSV Schwabmünchen beim Bayernliga-Meister Ataspor München mit 0:1 geschlagen geben. Entscheidend war letztlich ein Patzer von Keeper Felix Thiel. Dafür, dass für beide Teams nicht mehr viel auf dem Spiel stand, ging es engagiert zur Sache. Die Gastgeber, die als Meister bereits feststehen, und die Schwabmünchner, die den Klassenerhalt fast schon sicher haben, schenkten sich nichts in den Zweikämpfen und überbrückten schnell das Mittelfeld, so dass die Zuschauer eine unterhaltsame erste Hälfte mit Chancen auf beiden Seiten zu sehen bekamen. Die besten Möglichkeiten auf Seiten der Gäste hatten Jeton Abazi (10. Minute), dessen Schuss der Münchner Keeper Issa Ndiaye aber sicher abwehren konnte, Phillip Schmid, der in der 28. Minute vor dem leeren Tor nicht mehr an den Ball kam und Fabio Maiolo, der alleine auf den Münchner Torwart zulief, der aber Sieger blieb (36.).

Durch einen Patzer von Keeper Felix Thiel brachten sich die Schwabmünchner nach einer guten ersten Hälfte selbst um den verdienten Lohn. Nach einem Rückpass hatte er mehrere Optionen und wählte die schlechteste: Thiel spielte Jerome Faye den Ball vor die Füße, der sich nicht zweimal bitten ließ und zur Führung für den Tabellenführer einschoss (14.).

Auch in der zweiten Hälfte zeigten die Schwabmünchner eine couragierte Leistung. Kurz nach Wiederanpfiff lief Jeton Abazi alleine auf den Münchner Keeper zu und scheiterte erneut. Von den Gastgebern war immer weniger zu sehen und Schwabmünchen drängte auf den Ausgleich. Doch Thomas Rudolph nach einem schönen Solo auf der rechten Seite und Jeton Abazi mit einem satten Schuss scheiterten am Münchner Keeper. „Wir waren bestimmt nicht die schlechtere Mannschaft. Das war jammerschade, dass das Spiel durch so ein Pannentor entschieden wurde. Aber auf der Leistung lässt sich aufbauen“ sagte Schwabmünchens Sportlicher Leiter Manfred Bock nach dem Schlusspfiff.

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