TSV Schwabmuenchen 1863 e.V.
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TSV Rain - TSV Schwabmünchen 2:0

Die Offensive bleibt das große Problem beim TSV Schwabmünchen. Obwohl Torjäger Philip Schmid nach langer Verletzungspause wieder dabei war, gelang Schwabmünchen auch in Rain am Lech kein Treffer. Vier Spiele, ein Tor – so lautet die Schreckensbilanz nach dem 0:2 im Nachholspiel am gestrigen Ostermontag. Auch beim Spiel in Rain waren die Gäste vorne viel zu harmlos, als dass sie den Ex-Regionalligisten groß in Verlegenheit hätten bringen können. Und hinten hatte Keeper Felix Thiel nicht seinen besten Tag erwischt, denn beide Treffer schienen haltbar.

Es war ein zerfahrenes Spiel mit wenigen Torraumszenen und vielen gelben Karten (fünf für Schwabmünchen, vier für Rain). Den Führungstreffer für die Gastgeber erzielte Johannes Müller, der in der 18. Minute einen Schuss von der Außenlinie im Tor versenkte, wobei Felix Thiel keine gute Figur machte. Nur sechs Minuten später hatte Fatlum Talla gegen seinen Ex-Club den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Schuss aus 20 Metern landete am Pfosten. Es war die einige nennenswerte Chance auf Schabmünchner Seite. „Wir trauen uns im Moment zu wenig zu. Statt einfach mal drauf zu halten, wollen wir den Ball ins Tor tragen“, ärgerte sich Abteilungsleiter Germar Thiele. Ähnlich das Bild in der zweiten Hälfte, in der es kaum Chancen auf beiden Seiten gab. Nachdem in der 79. Minute Rene Schröder die Möglichkeit zum 2:0 für Rain vergeben hatte, fiel nur sechs Minuten später die Entscheidung: Maximilian Bär kam im Strafraum zum Schuss und traf ins kurz Eck.

„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Germar Thiele nach dem Schlusspfiff. „Wir haben gut gekämpft und die Partie war relativ ausgeglichen. Rain hatte zwar ein leichtes Chancenplus, aber ein 0:0 wäre das richtige Ergebnis für so ein Spiel gewesen.“ Schwabmünchens Kapitän Thomas Rudolph war nach dem Schlusspfiff bedient: „Es fehlt an den kleinen Dingen, wie einfachen Pässen. Auch in den Zweikämpfen standen wir nicht eng genug, dabei hatten wir uns das eigentlich vorgenommen.“ Letzt habe man einfach kein gutes Spiel gemacht.

TSV Schwabmünchen Thiel, Mittermaier, Herzig, Kusterer (79. David Juric), Talla, Prechtl, Örnek, Rudolph, Abazi, Maiolo, Schmid

Tore 1:0 Johannes Müller (17.), 2:0 Maximilian Bär (85.)

Schiedsrichter Yannick Eberhardt (Burgberg)

Zuschauer 220

TSV Schwabmünchen - SSV Jahn Regensburg II 0:3

Schwabmünchen hadert mit der Chancenverwertung und dem Schiedsrichter. Gegen Regensburg stimmt die Einstellung, aber nicht die Ausbeute.

Schwabmünchens Trainer Paolo Maiolo war bedient. Nur wenige Minuten nach der bitteren 0:3-Heimniederlage der Schwabmünchner im Bayernligaduell gegen die zweite Mannschaft des SSV Regensburg wollte er sich erst einmal nicht zum Spiel äußern. Kein Wunder, denn das 0:3 spiegelt nicht die Leistung der Schwabmünchner wider, obwohl es schon auf das derzeit größte Problem des hinweist. Schwabmünchen begann engagiert und lauffreudig. Mit aufwendigem Pressing ließen die Hausherren die Gäste nur kaum zum Zug kommen. So entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, dem aber eines fehlte: Torchancen. Denn beide Defensivreihen standen gut, profitierten aber auch von der Einfallslosigkeit der jeweiligen Offensive. Schwabmünchen konnte nur dann einen Hauch von Gefahr aussenden, wenn es über die Außenpositionen ging, aber spätestens bei den meist eher harmlosen Hereingaben war die Gefahr vorüber. Ähnlich verhielt es sich bei den Gästen – bis kurz vor der Pause. Ein schneller Regensburger Seitenwechsel auf die nahezu blank liegenden Schwabmünchner rechte Seite verschaffte den Raum, den die Oberpfälzer clever zum 0:1 nutzten. Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie erst einmal wie zuvor. Schwabmünchen drückte, die Gäste verlegten sich mehr auf das Konterspiel. In der 58. Minute wurde es dann bitter für die Schwabmünchner. Ein Regensburger zog vor dem Strafraum volley ab und traf den heute starken Elias Herzig an den angelegten Arm. Zum Entsetzen der Schwabmünchner entschied der schwache Schiedsrichter Knauer auf Handelfmeter – das obwohl Herzig einen guten halben Meter vor dem Strafraum stand. Zudem krönte Kanauer diese Entscheidung noch mit Gelb für Herzig. Die Gäste nahmen das Geschenk dankend an. Nur zehn Minuten später, Schwabmünchen stürmte inzwischen mit allen Mann, stoppte ein Regensburger einen Torschuss von Maik Uhde mit der Hand. Nach einigem Zögern entschied Schiri Kanuer auf Strafstoß, eine Karte gab es nicht. Maik Uhde trat an – und vergab. Das ist gerade das große Schwabmünchner Problem. Selbst vom Punkt bekommen die Maiolo-Schützlinge den Ball nicht ins Tor. In den vergangenen drei Partien gelang gerade einmal ein Treffer. Das wurmt auch den Trainer, der dann doch noch sein Schweigen brach. „Die Niederlage hat drei Ursachen. Wir treffen das Tor nicht, und die anderen beiden trugen ein gelbes Trikot. Einer davon war der Torhüter der Regensburger“, stellt Maiolo fest.

 

Bericht von: Christian Kruppe

TSV Schwaben Augsburg - TSV Schwabmünchen 1:0

Schwache Schwabmünchner Fußballer mussten sich im Derby gegen Schwaben Augsburg verdienst geschlagen geben. Warum Paolo Maiolo gleich aus mehreren Gründen enttäuscht war. Sichtlich angefressen war Paolo Maiolo nach dem Derby gegen Schwaben Augsburg. Gerade eben haben die Schwabmünchner das Spiel bei den „Schwabenrittern“ mit 1:0 verloren. Maiolo war enttäuscht. Von der Mannschaft und von einem Spieler ganz besonders. Sein Statement zum Spiel hielt Schwabmünchens Trainer kurz. „Es war ein verdienter Sieg für Augsburg. Alles, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir nicht umgesetzt. Das war unsere schwächste Saisonleistung“, urteilte Schwabmünchens Trainer. Erst auf Nachfrage wurde er deutlicher. „Wir haben nicht so dagegengehalten, wie wir können, wir haben nie gezeigt, was wir drauf haben. Schwaben war vor allen in den Zweikämpfen viel galliger“, ergänzt Maiolo. Doch nicht nur mit dem Auftreten seiner Mannschaft war Schwabmünchens Trainer unzufrieden. „Der Schiedsrichter hat heute nur eines gut gemacht, und das war die Rote Karte gegen unseren Turgay Karvar. So eine Aktion darf nicht sein“, so Maiolo über seinen Offensivmann, der sich nach einem Foul zu einem Kopfstoß hinreißen ließ. Das Spiel selbst war über weite Strecken langweiligt. Vielleicht hätte es einen anderen Verlauf genommen, wenn nicht Felix Thiel in der dritten Minute mit einer Wahnsinnstat die Führung der Augsburger verhindert hätte. Augsburg hatte die Anfangsminuten für sich, doch schnell flachte die Partie ab und versank tief im Mittelmaß. Schwabmünchen verteidigte gut, wobei die Gastgeber nur selten eine wirkliche Herausforderung darstellten. Doch ein Offensivspiel seitens der Gäste fand kaum statt. Zum einen, weil die Gastgeber seit Wochen defensiv überragend agieren und nun schon das sechste Spiel in diesem Jahr ohne Gegentor absolvierten, zum Anderen, weil Schwabmünchens Offensive derzeit nicht wirklich stattfindet. Es scheint, als halten sich Schwabmünchens Angreifer strikt an die Fastenzeit.

Wenn es dann schon nicht läuft, kommt auch noch ein klein wenig Pech hinzu. Der Siegtreffer der Augsburger fiel zwar verdient, aber Augsburg hatte in dieser Szene Glück. Zuerst bewerte Schiedsrichter Hertlein ein Foul an Turgay Karvar für Schwaben. Aus diesem Angriff entstand das Tor, ein harmloser Fernschuss, der nur weil der abgefälscht wurde, zu einer unhaltbaren Bogenlampe wurde. Zu unguter Letzt reihte sich Karvars Aussetzer samt Platzverweis in den gebrauchten Tag der Schwabmünchner ein.

 

Bericht von: Christian Kruppe

TSV Schwabmünchen- SpVgg Hankhofen-Hailing 2:1


Von Gerd Huber

Schwabmünchen Zittern bis zur letzten Sekunde mussten gestern die Bayernliga-Fußballer des TSV Schwabmünchen, bis der 2:1-Arbeitssieg im ersten Heimspiel des Jahres gegen die SpVgg Hankofen-Hailing unter Dach und Fach gebracht wurde. Dementsprechend jubelten die Schwarz-Weißen nach dem Abpfiff umso mehr über drei Punkte, die im Kampf um den Klassenerhalt am Ende Gold wert sein könnten. „Ich freu mich sehr, dass wir diese Partie gegen unseren Angstgegner in einer harten Auseinandersetzung unterm Strich verdient gewonnen haben, weil wir in meinen Augen etwas abgebrühter agierten“, resümierte TSV-Abteilungsleiter Germar Thiele. Lobende Worte fand auch der sportliche Leiter Manfred Bock: „Hochachtung vor unserem Team! Denn auf dem holprigen Platz war mit Technik nicht viel zu holen, doch wir haben den Kampf angenommen.“ Wucht und Leidenschaft hatte Trainer Paulo Maiolo schon vor dieser richtungsweisenden Begegnung von seiner Elf gefordert und anscheinend die richtigen Worte gefunden: „Hankofen war der erwartet körperlich starke Gegner, gegen den wir uns prima zur Wehr setzten und mit zwei schönen Toren wichtige Zähler holten. Trotz der jetzt erreichten 35 Punkte lassen wir uns nicht blenden, wir brauchen noch zwei Siege.“ Insgesamt dominierten während der 90 Minuten sehr viel Kampf, Hektik und auch eine Überdosis harter Fouls und Attacken auf beiden Seiten, wobei der junge 22jährige Unparteiische Marco Öttl zeitweise fast den Überblick zu verlieren schien. Bei etwa gleichverteilten Spielanteilen erarbeitete sich die Maiolo-Truppe vor der Pause ein leichtes Chancenplus, was mit dem 1:0 durch Rainer D’Almeida nach glänzender Vorarbeitvon Turgay Karvar belohnt wurde. Etwas kurios dann der Treffer zum 2:0. Nach einem Zweikampf blieb Schwabmünchens Elias Herzig liegen, Hankofen wartete fast geschlossen, aber vergebens auf eine Unterbrechung und Turgay Karvar nutzte den Freiraum zu einem Sololauf und dem vorentscheidenden 2:0 für seine Farben. „Wir verteilen einfach zu billige Geschenke und stehen deshalb jetzt mittendrin im Abstiegskampf“, haderte Hankofens Coach Gerry Weber nach der elften erfolglosen Partie in Folge. „Dabei war das in meinen Augen ein typisches Unentschiedenspiel.“ Von diesem Remis blieben die Niederbayern nach dem starkabseitsverdächtigen Anschlusstor von Daniel Gnjidic letztlich gar nicht so weit entfernt, denn kurz darauf verpasste Noah Winter bei einem Kopfball völlig freistehend das mögliche 2:2. Eine geschlossene Mannschaftsleistung, viel Einsatz und Wille sowie auch das Glück des Tüchtigen sorgten letztlich für den Heimsieg des TSV Schwabmünchen, der am kommenden Wochenende spielfrei istund dann erwartungsfroh dem Derby bei Schwaben Augsburg entgegenfiebert.

TSV Schwabmünchen Thiel (Tor), Karvar (71. Gröb), Kusterer, Maiolo, Örnek (90. Ebeling), Prechtl, Talla, Herzig, D’Almeida (82. Juric), Maik Uhde, Rudolph

SpVgg Hankofen-Hailing Loibl (Tor), Schwarzmüller (46. Rabanter), Lazar, Krawiec (73. Winter), Richter, Wagner, Sokol, Hofer (57. Gnjidic), Gäner, Vogl, Lermer

Tore 1:0 Rainer D’Almeida (45.), 2:0 Turgay Karvar (69.), 2:1 Dnaiel Gnjidic (73.)

Schiedsrichter Marco Öttl (Thurmansbang)

Zuschauer 200

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