TSV Schwabmuenchen 1863 e.V.
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TSV Schwabmünchen - DJK Vilzing 1:4

Nach dem Jubel von München folgte gestern beim Fußball Bayernligisten TSV Schwabmünchen die erneute Niedergeschlagenheit. Denn gegen die DJK Vilzing mussten sich die Schwarz-Weißen klar und deutlich mit 1:4 geschlagen geben. Während die Oberpfälzer als Mannschaft der Stunde in der achten Partie in Folge ungeschlagen blieben, kassierte der TSV die vierte Heimpleite in Serie und muss langsam aber sicher gewaltig aufpassen, nicht tief in den Abstiegsstrudel zu geraten. Dabei knüpften die Schützlinge von Trainer Paolo Maiolo zunächst lange Zeit sogar an die tolle Leistung der Vorwoche an, weshalb sich die Protagonisten nach dem Schlusspfiff schwer taten, das Erlebte inWorte zu fassen. Kapitän Thomas Rudolph: „Wir machten eigentlich ein ordentliches Spiel, konnten uns aber von dem Genickschlag kurz vor der Pause nicht mehr richtig erholen. Leider spielten unsere leichtfertigen Ballverluste dem Gegner voll in die Karten.“ Genauso enttäuscht äußerte sich TSV-Coach Paolo Maiolo: „Der Wille war zwar erkennbar, aber wir entwickelten leider nicht die notwendige Torgefahr . Der Sieg für Vilzing geht somit in Ordnung, weil wir durch Fehler die Gegentore begünstigten und auch nicht die Leistung von München wiederholen konnten. Schade.“ Bezeichnend für die gesamte Begegnung verliefen die ersten 45 Minuten. Schwabmünchen ackerte, spielte, kombinierte, aber die kaum in des Gegners Hälfte auftauchenden und nur auf Konter lauernden Vilzinger sorgten für die größte Gefahr, als Andre Luge völlig frei einen Lupfer neben das Tor setzte. Mehr als ein paar Halbchancen von Thomas Rudolph und Fabio Maiolo ließen die kompakt agierenden Gäste trotz der großen Schwabmünchner Feldüberlegenheit jedoch nicht zu. Allerdings markierten sie praktisch mit dem Pausenpfiff den wohl vorentscheidenden Treffer. Der TSV bekam trotz mehrerer Versuche den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Vilzings Tobias Oisch nutzte die Gunst der Stunde zu einem Sonntagsschuss aus gut 20 Metern und zur schmeichelhaften Halbzeitführung seiner Farben. Wie tief und negativ sich dieser Treffer anscheinend in den Kleidern und Köpfen des TSV Schwabmünchen verankert hatte, verdeutlichte die zweite Hälfte. Zunächst parierte Torhüter Michael Deininger noch mit einer Glanzparade gegen Andre Luge (53.), doch dann brachen bei den Einheimischen innerhalb weniger Minuten alle Dämme. Dem erneut zu wenig kompromisslos geklärten 0:2 von Ben Kouame ließ wenig später Fabian Trettenbach das 0:3 folgen und per Foulelfmetervon Andre Luge zogen die Schwarz-Gelben uneinholbar auf 0:4 davon. Mehr als der Ehrentreffer des eingewechselten Nachwuchsakteurs Jeton Abazi wollte dem TSV nicht mehr gelingen. Am kommenden Samstag müssen die Schwabmünchner zum schwäbischen Derby in Nördlingen. Auch da wartet wie gestern ein Kontrahent mit Revanchegelüsten für die erlittene Hinspielniederlage.

TSV Schwabmünchen Deininger (Tor), Karvar (75. Juric), Kusterer, Maiolo, Merane (66. Prechtl), Schmid, Örnek, Talla (58.Abazi), Herzig, Uhde, Rudolph

DJK Vilzing Putz (Tor), Wolf, Graf (58. Wendl), Kouame (73. Kalteis), Hamberger (76. Gmeinwieser), Völkl, Trettenbach, Weber, Hoch, Oisch, Luge

Tore 0:1 Tobias Oisch (45.), 0:2 Ben Kouame (54.), 0:3 Fabian Trettenbach (60.), 0:4 Andre Luge (Foulelfmeter/75.), 1:4 Jeton Abazi (82.)

Schiedsrichter Felix Brandstätter (München)

Zuschauer 225

Bericht von: Gerd Huber

TSV 1860 München II - TSV Schwabmünchen 1:3

Riesenjubel beim TSV Schwabmünchen. Ausgerechnet in der Landeshauptstadt München beendeten die Schwarz-Weißen gestern Abend ihre scheinbar nie mehr enden wollende Ergebniskrise und gewannen völlig verdient beim TSV 1860 München II mit 3:1. Während die Löwen seit Mitte September von Sieg zu Sieg eilten, kassierten die Schützlinge von Trainer Paolo Maiolo im fast gleichen Zeitraum eine Niederlage nach der anderen. Somit schien schon vor dem Anpfiff klar, wie die Partie an der Grünwalder Straße wohl ausgehen würde.Doch die von ihrem Coach hervorragend eingestellten Schwabmünchner zeigten den Hausherren eindrucksvoll ihre Krallen und sendeten damit das lang ersehnte und erhoffte Lebenszeichen. Anschließend konnte man das Plumpsen der Steine, die den TSV-Verantwortlichen vom Herzen fielen fast bis nach Schwabmünchen hören. „Das war eine absolute Topleistung und mit hundertprozentiger Einstellungder gesamten Mannschaft, aus der ich keinen hervorheben möchte. Endlich haben wir wieder einmal einigermaßen unsere Chancen genutzt und uns auch vom Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen lassen“, strahlte Paolo Maiolo nach dem Schlusspfiff. Auch der bekennende Löwenfan Manfred Bock freute sich riesig über sein nachträgliches Geburtstagsgeschenk: „Auch wenn wir ausgerechnet beiden Blauen den Bock umgestoßen haben tut mir das ausnahmsweise überhaupt nicht weh. Unsere Mannschaft hat sich diesmal Gott sei Dank für den Aufwand den gerechten Lohn abgeholt.“ Weil die Schwabmünchner von Beginn an kompakt und taktisch geschickt standen, suchten die Sechziger vergeblich nach ihrem Spielfluss der vergangenen Wochen. Deshalb kamen die Schwarz-Weißen immer besser in die Partie, was Fatlum Talla in der 24. Minute mit einem beherzten Sololauf zum 0:1 verwertete. Diese Führung verteidigte das Maiolo-Team mit ihrem ein paarmal prächtig reagierenden 19jährigen Nachwuchskeeper Michael Deininger im Tor ohne allzu große Bedrängnis bis Mitte der weiten Hälfte.Dann hatte im Sechzehner urplötzlich der kurz zuvor eingewechselte „Zwei-Meter-Hüne“ Cottrell Ezekwem aus spitzem Winkel frei Bahn zum schmeichelhaften 1:1. Aber anstatt vielleicht nun zu erwartende hängende Köpfe bei den Schwarz-Weißen und eventuell siegeshungrige nachsetzende Löwen sahen die Fans ein Schwabmünchner Team, das diesmal die richtige Antwort und den nötigen unbedingten Willen zeigte und gegenteilig reagierte. Es folgten die siegbringenden zwei Last-Minute-Treffer von Turgay Karvar und Phillip Schmid, derdamit auch seine persönliche Torflaute ad acta legte. Wie tief darauf der Frust bei1860 saß, belegte das böse und zu Recht mit Rot geahndete Frustfoul von Alexander Spitzer an Jeton Abazi in der Nachspielzeit, was der Freude bei den Gästen aber keinen Abbruch mehr tat.

TSV 1860 München II: Hipper (Tor), Buchta, Stefanovic, Alexander Spitzer, Metzger, Böhnlein, Koussou, Ekin, Gebhart (72. Ezekwem), Dressel, Culjak (85. Marcel Spitzer)

TSV Schwabmünchen: Deininger (Tor), Karvar (89. Prechtl), Kusterer, Maiolo, Merane, Schmid, Örnek (86. Abazi), Talla, Herzig, Uhde, Rudolph

Tore: 0:1 Fatlum Talla (24.), 1:1 Cottrell Ezekwem (77.), 1:2 Turgay Karvar (87.), 1:3 Phillip Schmid (90.+2)

Rote Karte: Alexander Spitzer (grobes Foul/1860 II / 90.+2)

Schiedsrichter: Patrick Höpfler (Zell-Bruck)

Zuschauer: 150

 

Bericht von: Gerd Huber

FC Unterföhring - TSV Schwabmünchen 1:0

Es hat nicht sollen sein – oder wie es Schwabmünchens sportlicher Leiter Manfred Bock ausdrückt: „Der Fußballgott ist gerade auf anderen Plätzen unterwegs.“ Dies ist eine der Lehren, die die Schwabmünchner aus der 0:1-Niederlage am Mittwochabend beim FC Unterföhring ziehen. Schwabmünchen war erneut die bessere und aktivere Mannschaft. „Unterföhring hat sich mit zehn Mann hinten reingestellt und auf uns gewartet“, so Bock. „Damit war das Spiel ähnlich hässlich wie das Wetter“, ergänzt er. Den Willen zum Sieg kann man der jungen Mannschaft erneut nicht absprechen. Das ersatzgeschwächte Team mühte sich, war überlegen. Doch gerade im Abschluss klappt es nicht. Als bestes Beispiel dient dafür Serhat Örnek. „Vor sechs Wochen hat er gegen Schwaben Augsburg allein vor dem Tor mit einem schönen Heber das Spiel entschieden. In Unterföhring läuft er wieder auf den Torhüter zu und schiebt das Ding am Tor vorbei. Gerade vor dem Tor treffen die Jungs die falschen Entscheidungen“, so Bock. Dabei macht er der Mannschaft keine Vorwürfe. „Die mühen sich, die wollen. Das ist jetzt eine reine Kopfsache – und vielleicht auch ein wenig mit Spielglück verbunden.“ Trotzdem kündigt er erste Konsequenzen an. „Wir werden künftig kein Spiel mehr für ein Team im Münchner Raum verlegen. Das war einfach das reinste Chaos. Immer wieder Staus bei der Anfahrt, so bleibt kaum Zeit zum Warmmachen. Dazu kommt, dass uns dann immer wieder Spieler aus beruflichen Gründen fehlen. Das tun wir uns nicht mehr an“, legt der sportliche Leiter fest. Durchaus verständlich, was auch ein Blick auf die Aufstellung zeigt. Mit Thomas Rudolph und Christoph Mittermaier fehlten zwei wichtige Kräfte, Maik Uhde saß ausgepowert auf der Bank, da er gerade Sportprüfungen hat. Auch Trainer Paolo Maiolo hat sein Team besser gesehen. „Eigentlich war es ein Spiel auf ein Tor. Wir haben nur einen Fehler gemacht, der hat zum Unterföhringer Treffer geführt“, so Maiolo. Weniger gut zu sprechen war er auf den Auftritt des Gegners. Die Schwabmünchner versuchten, trotz schwieriger Bedingungen – Platz und Wetter machten das Spiel schwer – mit fußballerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Die Gastgeber hingegen waren nur darauf aus, das Schwabmünchner Spiel mit allen Mitteln, auch jenseits des Erlaubten, zu unterbinden. „Unterföhring hat unser Spiel und unsere Spieler zerstört. Mit denen kann man nicht Fußball spielen“, schimpft Maiolo. Schwabmünchens Trainer hat nun Zeit bis Sonntag, die Köpfe seiner Jungs freizubekommen. Denn dann geht es ab 14 Uhr auf eigenem Platz gegen den TSV Dachau. Das Hinspiel ging deutlich mit 5:0 an die Schwabmünchner, doch inzwischen haben sich die Vorzeichen geändert.

FC Unterföhring: Daniel Shorunkeh-Sawyerr, Luka Coporda, Ajlan Arifovic, Tomislav Bakovic (88. Florian Wiedl), Pascal Putta, Florian Bittner, David Küttner, Michael Marinkovic (46. Nasrullah Mirza), Maximilian Lüftl, Alpay Özgül (61. Patrick Ochsendorf), Malcom Olwa-Luta

TSV Schwabmünchen: Michael Deininger, Lucas Kusterer (76. Maik Uhde), Elias Herzig, Fatlum Talla, Timo Prechtl, Serhat Örnek (58. Jeton Abazi), Fabio Maiolo, Gabriel Merane, Christos Tsakirakis (83. Rainer d’Almeida), Turgay Karvar, Phillip Schmid

Tore: 1:0 David Küttner (18.)

Rot: Ajlan Arifovic (81./FC Unterföhring/grobes Foulspiel)

Schiedsrichter: Markus Huber (Wurmannsquick)

 

Bericht von: Christian Kruppe

TSV Schwabmünchen - FC Ismaning 0:2

Am Ende wollten sie es nicht glauben. Ihre Blicke schweiften ins Leere, suchten Halt. Auch im fünften Spiel in Folge bleiben die Schwabmünchner Bayernligafußballer ohne Sieg. Dabei hatte sich das Team für die Partie viel vorgenommen – vielleicht zu viel. Von Beginn an hatten die Hausherren viel Ballbesitz, doch nutzen konnten sie dies nicht. Zu verkrampft wirkten die Versuche der Schwabmünchner, sich in Szene zu setzen. Das spürte auch der Gegner, der so mit relativ einfachen Mitteln das Schwabmünchner Aufbauspiel schon meist im Keim erstickte. Die Gäste machten die Räume vor dem ballführenden Spieler eng und boten dabei kaum Lücken für ein gutes Zuspiel. Zudem setzten sie ihre körperliche Überlegenheit meist geschickt ein, sodass jeglicher Spielfluss oft schon im Ansatz unterbunden wurde. Dazu kam ein Schiedsrichtergespann, welches gerade im Mittelfeld sehr kleinlich entschied und so sein Übriges dazu tat, dass Schwabmünchen sein Spiel nicht entfalten konnte. Zudem hätte es den Schwabmünchnern geholfen, wenn das Gespann nach einer guten Viertelstunde auch vor dem Ismaninger Tor genau hingesehen hätte. Dort kam Serhat Örnek über den rechten Flügel mit dem Ball am Fuß in den Strafraum und gleich zwei Gästeverteidiger hebelten den Schwabmünchner Offensivspieler aus. Warum daraufhin kein Elfmeterpfiff ertönte, wird das Geheimnis der drei Regelhüter aus Niederbayern bleiben. Frei nach dem Motto „Erst hatten sie kein Glück, dann kam auch noch Pech hinzu“ erlaubten sich die Schwabmünchner in der Defensive ganze zwei Fehler. Doch das genügte den Gästen, zweimal zu treffen. Im Spiel nach vorne klappte bei den Schwabmünchner nichts, und wenn es sein musste, rettete das Hinterteil von Ismanings Torhüter Sebastian Fritz, wie bei einer Torgelegenheit von Serhat Örnek. Der jungen Schwabmünchner Mannschaft lässt sich der Willen, das Spiel zu gewinnen nicht absprechen, aber weshalb auch immer ist die Leichtigkeit, mit der die Spiele zum Saisonauftakt gewonnen wurden, dahin. Selbst Trainer Paolo Maiolo wirkte direkt nach Spielende ein wenig ratlos. „Momentan ist es nicht zu erklären. Wir haben 70 Prozent Ballbesitz, machen dann zwei Fehler, die sofort bestraft werden. Das ist nicht zu glauben. Dazu dann noch solche Entscheidungen wie der nicht gegebene Elfmeter“, haderte er mit dem Ergebnis.

 

Bericht von: Christian Kruppe

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